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Reservoir Dogs — 4K Review zu Tarantinos Früh-Werk

Sto­ry
7.5
Bild
10
Ton
8
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0
genia­les Bild in HDR10 und Dol­by Vision
ver­lust­frei­er eng­li­scher und deut­scher DTS-HD MA 5.1 & 2.0 Ton
8.5
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Wir sind bereits am Ende der Kar­rie­re von Taran­ti­no ange­langt. Hat er doch ver­kün­det, noch einen Film zu dre­hen und danach den Regis­seur Stuhl zu ver­las­sen. Zeit wur­de es, dass sei­ne Fil­me ein wenig Auf­merk­sam­keit bekom­men und restau­riert werden.

So ist neben Reser­voir Dogs eben­falls Pulp Fic­tion für ein 4K-Release im Dezem­ber ange­kün­digt. Lei­der hat die Blu-Ray sei­ner Zeit ein wenig an man­geln­der Qua­li­tät gekrankt bei Remas­te­rings von Fil­men, dreht die 4K Blu-Ray in unse­ren Augen auf und Qua­li­tät hat einen höhe­ren Stel­len­wert bekom­men. Ja, nicht jeder Film gehört auf eine 4K Disks oder hat die Lie­be erfah­ren beim Remas­te­ring, wel­che ihm gut getan haben. Den­noch gibt es her­r­aus­ra­gen­de Wer­ke und mit so einem haben wir es bei Reser­voir Dogs zu tun.

Story

Die Sto­ry soll­te vie­len nach 30 Jah­ren bekannt sein. Mr. White, Mr. Blon­de, Mr. Oran­ge, Mr. Pink, Mr. Brown und Mr. Blue, wel­che nach dem ziem­lich aus dem Ruder gelau­fe­nen Über­fall auf einen Juwi­lier, nach dem Ver­rä­ter im Team suchen. Gespickt mit Tarantino’s Gabe tol­le Dia­lo­ge, teils zynisch, teils zum Nach­den­ken und den­noch ohne Sto­ry-Bezug zur Cha­rak­ter­bil­dung zu ver­wen­den, ist bei­spiel­los und in Reser­vi­or Dogs auch Haupt­be­stand­teil. Gepaart mit tol­len Schau­spie­lern und natür­lich der ein oder ande­ren, damals kon­tro­vers dis­ku­tier­ten Sze­ne. Natür­lich ist gera­de ein so Dia­log domi­nier­ter Film oder die Art von Taran­ti­no nicht jeder­manns Sache, aber ich sel­ber bin seit jun­gen Jah­ren ein rie­sen Fan.

Bild

Da Reser­vi­or Dogs von 1992 ist, ist der Film natür­lich noch kom­plett ana­log gefilmt. Hier­für hat­te Taran­ti­no Pana­vi­si­on Panaflex Pla­ti­num Kame­ras benutzt, wel­che auf 35mm gefilmt haben. Im Zuge der Restau­rie­rung wur­de der Film neu in 4K abge­tas­tet und mit erwei­ter­tem Farb­raum Rec.2020, HDR10 und Dol­by Visi­on gemas­te­red. Und was soll man sagen: hier haben wir es defi­ni­tiv mit Refe­renz-Wür­di­gem Bild zu tun. 35mm typisch ganz leich­tes Film­korn, wel­ches nicht wirk­lich auf­fällt beim betrach­ten. Knack schar­fe Clo­se-Ups mit vie­len Details. Also man kommt nicht ohne­hin das man den Film wahr­schein­lich so noch nicht gese­hen hat.

Nehmt es mir nicht übel, aber ich habe es mal ver­sucht in einen Ver­gleich zwi­schen Blu-Ray und 4K zu packen, indem ich es ver­sucht habe in einem Bild zu bekom­men. Die Far­ben kom­men nah ran, aber man­gels kali­brier­tem Kame­ra-Set­up über­neh­me ich kei­ne Garan­tie, das hier nicht noch Abwei­chun­gen sind. Aber ich den­ke hier sieht man noch mal deut­lich wie­viel mehr Details die 4K Schei­be hier offen­bart. Gera­de auf der Stirn sieht man hier knack schar­fe Schweiß­per­len und Fal­ten, Poren und Haare.

links: Blu-Ray, rechts: 4K Ultra-HD ©Stu­dio­ca­nal

Wei­ter­hin sind die Kon­tras­te auf der 4K Schei­be in Dol­by Visi­on klas­se gesetzt. Wenn alle Remas­ter von älte­ren Fil­men so aus­se­hen, wür­den sich die 4K Schei­ben wie geschnit­ten Brot ver­kau­fen. Den­noch sieht man auch deut­lich, dass die Blu-Ray auf eben jenen neu­en Mas­ter beruht und immer noch erstaun­lich vie­le Detail zeigt.

Ton

Beim Ton haben wir deut­schen sowie eng­li­schen ver­lust­frei­en Ton in DTS-HD Mas­ter Audio 5.1 & 2.0 vor­lie­gen. Dyna­mik­um­fang und Pegel von der deut­schen und eng­li­schen Ton­spur sind nahe­zu iden­tisch. Ledig­lich die deut­sche Sprach­fas­sung klingt bei eben jener dump­fer als es der eng­li­sche Ton tut. Dies ist wohl schon bei der Syn­chro­ni­sa­ti­on vor 30 Jah­ren ent­stan­den und daher kein Man­gel. Den­noch ist die eng­li­sche Fas­sung hier noch einen Tick wei­ter vor­ne, da gera­de Umge­bungs­ge­räu­sche noch fei­ner daher kom­men, als sie es in der deut­schen Fas­sung tun.

High­light ist natür­lich immer wie­der er Score der super klar und satt ein­ge­spielt wird. Hier sind die Ton­spu­ren defi­ni­tiv gleich­auf und der drückt dann zwi­schen­zeit­lich mit­rei­ßend ins Heim­ki­no. Sur­round-Kulis­se ist vor­han­den auch wenn noch nicht exzes­siv genutzt, was man wie­der auf das Alter des Films schie­ben kann.

Fazit

Was waren wir geflas­hed vom Ergeb­nis der 4K Schei­be von Reser­vi­or Dogs. Wirk­lich guter Ton, auch wenn er ein wenig ange­staubt ist und beein­dru­cken­des Bild. Hier kann man defi­ni­tiv sagen, das es das Upgrade von vor­he­ri­gen Ver­sio­nen wert ist. Die Schei­be lag nicht das letz­te Mal in unse­rem Play­er und wird sich mit künf­ti­gen Remas­tern mes­sen müs­sen. Viel­leicht haben wir schon bald wie­der eine erfreu­li­che Über­ra­schung mit Pulp Fiction?

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