Magnetar UDP800 — Review des 4K High-End Players

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Bedie­nung
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Vor eini­gen Wochen berich­te­ten wir schon über den Magnetar UDP800. Natür­lich waren wir direkt ange­tan und wol­len unse­ren Hän­de an die­ses Schmuck­stück legen. Weni­ge Tage spä­ter stand er hier bei uns zum Test und wir haben ihn knapp über zwei Wochen mehr als aus­gie­big unter die Lupe genommen.

Update: Mitt­ler­wei­le gibt es auch schon den Magnetar UDP900, wel­cher in allen Belan­gen noch ein­mal ein State­ment setzt. Die­sen haben wir eben­falls schon unter die Lupe genom­men.

Zu aller­erst wol­len wir den Play­er mal ein­ord­nen: Sicher­lich gibt es nicht mehr wirk­lich vie­le Play­er, die in der Preis­klas­se mit­spie­len. Hier wäre noch der Rea­von UBR-X200 zu nen­nen, wel­cher noch ein­mal ein wenig mehr kos­tet. Wer aber hier mal nach Bil­dern zum Innen­le­ben des Rea­von guckt, dem wird auf­fal­len, dass der Magnetar hier doch was auf­ge­räum­ter und hoch­wer­ti­ger wirkt.

Das Lauf­werk und Netz­teil sind noch ein­mal mit einer Metall­ab­de­ckung ver­se­hen. Dies ist so in den Rea­von Model­len nicht zu finden.

Aber unser Augen­merk soll nur auf dem Magnetar sein und des­halb fan­gen wir mal an. Zuerst haben wir uns an das obli­ga­to­ri­sche Unboxing gemacht.

Unboxing

Nach­dem wir den Kar­ton geöff­net haben, sehen wir zuerst einen Papp­ein­le­ger mit einem Bild und der Bezei­chung des Play­ers. Dar­un­ter ver­birgt sich eine Sty­ro­por­ab­de­ckung, hin­ter wel­cher sich gut behür­tet, der Play­er in einem Samt­beu­tel ver­packt befin­det. Beim her­aus­he­ben mer­ken wir schon: hier ist jemand ziem­lich aus­la­det mit Mate­ri­al umge­gan­gen, denn der Play­er ist orden­lich schwer. (ca. 9 kg bringt die Kis­te auf die Waage)

Unter dem Play­er fin­den wir noch die Anlei­tung in meh­re­ren Spra­chen, die Fern­be­die­nung (wel­che übri­gens auch sehr schwer in der Hand liegt und dadurch einen extrem hoch­wer­ti­gen Ein­druck macht) und einem Kabel mit Kalt­ge­rä­te­ste­cker. Zu unse­rem Bedau­ern fehlt ein HDMI Kabel, wel­ches sonst vie­len Play­ern bei­liegt. Wobei man auch hier sagen kann, dass die meis­ten Men­schen Eines haben oder ein Ande­res bevor­zu­gen und so kein unnö­ti­ger Elek­tro­schrott entsteht.

So Spar­ta­nisch wie es wirkt, haben wir auch nichts wei­ter an Zube­hör erwar­tet und haben uns sofort an das Aus­pa­cken des Play­ers aus sei­nem Samt­ge­fäng­nis (ja das Teil ist ein wah­rer Flu­sen- und Staub-Magnet) gemacht. Hier begrüß­te uns sofort die wun­der­bar auf­ge­räum­te und clea­ne Front des Play­ers, wel­che aus gebürs­te­tem Metall in sei­de­nem Glanz erstrahlt.

Anschluss

Nach­dem wir dann die­ses Pracht­stück von sei­ner Ver­pa­ckung befreit hat­ten, haben wir ihn natür­lich gespannt ange­schlos­sen und ein­ge­schal­tet. Bei den Anschlüs­sen gibt es natür­lich kei­ne offe­nen Wün­sche. Zwei HDMI-Aus­gän­ge, einer mit Audio only für nicht 4K fähi­ge Recei­ver hat der Play­er natür­lich zu bie­ten. Wei­ter­hin fin­den sich in Netz­werk-Anschluss mit 1Gbit, diver­se Digi­tal-Aus­gän­ge und eine Ste­reo-Ana­log Sek­ti­on, wel­che wir man­gels Hard­ware nicht getes­tet haben.

Wir haben stumpf Strom und zwei HDMI Kabel ange­schlos­sen und den Play­er direkt eingeschaltet.

Erstbetrieb

Hier wur­den wir von der Ober­flä­che in fran­zö­sisch emp­fan­gen und haben die­se erst ein­mal auf deutsch umge­stellt. Danach wur­den wir aber direkt auf ein Soft­ware-Update hin­ge­wie­sen, wel­ches wir direkt instal­liert haben. Danach war die Ober­flä­che natür­lich wie­der in fran­zö­sisch… ;) naja… wie­der umge­stellt, soll­te die ein­ge­stell­te Spra­che auch bei deutsch blei­ben. Wir sind direkt durch vie­le der Ein­stel­lun­gen des Play­ers gesprun­gen und haben fest­ge­stellt, dass man erfreu­li­cher­wei­se eigent­lich nicht wirk­lich genö­tigt ist irgend­et­was umzu­stel­len. Auf für den zwei­ten HDMI Aus­gang muss­ten wir nichts akti­vie­ren, son­dern die­ser hat sofort sei­nen Dienst getan. Klasse!

Ladezeiten

Das Ers­te was uns direkt augefal­len ist, sind die Lade­zei­ten. Die­se sind erheb­lich kür­zer als bei unse­rem Sony X800m2. Von dem ein­le­gen der Disk bis zum Abspie­len der ers­ten Ein­blen­der ver­ge­hen nur weni­ge Sekun­den. Das macht es total ange­nehm, wenn man wie wir öfter die Disks wech­selt um Din­ge zu vergleichen.

Beim Abspie­len von im Netz­werk bereit­ge­stell­ten Fil­men auf einem NAS, ist der Play­er eben­falls aus­rei­chend schnell, aber kann hier nicht ganz mit den Lade­zei­ten eines FireTV oder NVIDIA Shield TV mit­hal­ten. Liegt aber sicher­lich auch an der ver­wen­de­ten Soft­ware auf den Netzwerkplayern,

HDR, Dolby Vision und so

End­lich, end­lich, end­lich, durf­ten wir das erle­ben, was vie­le mit Pana­so­nic, Oppo und Kon­sor­ten schon immer als Luxus haben. Auto­ma­ti­sche Dol­by Visi­on Erken­nung! Man könn­te mei­nen, das die kei­ner Erwäh­nung wert ist, aber wir als Sony 4K-Play­er Nut­zer müs­sen immer müh­se­lig erst nach­se­hen, ob der Film auch in Dol­by Visi­on oder eben nicht ist und dies umstel­len! Der Magnetar fackelt da nicht lan­ge son­dern spielt den Film direkt so ab wie er auf der Disk ist. In unse­ren Augen total genial!

Im HDR10 Betrieb erlaubt der Play­er noch ein paar klei­ne­re Ein­stel­lun­gen, wel­che uns aber nicht wirk­lich inter­es­siert haben, da wir den Play­er vanil­la benut­zen wollten.

Bild

Kom­men wir zu einem von den zwei wich­tigs­ten Punk­ten an einem 4K Blu-Ray Play­er: dem Bild. Vor­weg, der Play­er spiel­te alle unse­re Disks suve­rän ab, ohne irgend­wel­che Män­gel. Kabel­tech­nisch haben wir ein Glas­fa­ser HDMI 2.1 Kabel benutzt. Das Bild wur­de von unse­rem kali­bi­er­ten LG C1 OLED ange­zeigt. Also unse­rem all­täg­li­chem Test­set­up. Hier konn­ten wir kei­ne segni­fi­kan­ten Bild­un­ter­schie­de gegen­über unse­rem Stan­dard­play­er fest­stel­len. Jedoch beim Vor­lauf oder Rück­lauf, sei es in den ver­schie­de­nen Geschwin­dig­kei­ten, merkt man das der Play­er die gele­se­nen Daten der Disk wesent­lich schnel­ler ver­ar­bei­tet, was sich in einer flüs­si­ge­ren und prä­zi­se­ren Anzei­ge dabei bemerk­bar macht. All­ge­mein wirkt das Gesamt­pa­ket run­der und homo­ge­ner als bei nie­der­prei­si­ge­ren Play­ern. Das Gan­ze sieht sicher­lich anders aus, wenn man Fil­me ups­ca­led, was wir aber tun­lichst bei uns ver­mei­den, da wir die Fil­me ger­ne Quell­ge­treu abspie­len um Ver­gleich­bar­kei­ten zu haben.

Ton

Auch hier konn­ten wir kei­nen segni­fi­kan­ten Unter­schied fest­stel­len. Der Play­er macht was wir erwar­ten und der Ton kommt immer kna­ckig und druck­voll daher. Einen rie­sen Unter­schied macht der Play­er beim Umschal­ten zwi­schen ver­schie­ne­nen Ton­spu­ren. Hier ist das Menü, die Geschwin­dig­keit und der Kom­fort unglaub­lich gut! So liest der Play­er mehr Infor­ma­tio­nen von den Disks aus und zeigt die­se direkt in den Menüs an. So wis­sen wir sofort, wel­che Ton­spur kom­pri­mier­ten oder ver­lust­frei­en Ton ent­hält und müs­sen uns nicht umständ­lich erwei­ter­te Daten irgend­wo in den Tie­fen des Play­ers anzei­gen las­sen um uns auf­zu­schlau­en. Der Wech­sel der Ton­spu­ren geht auch um eini­ges flot­ter als in unse­rem Stan­dard­play­er. Hier merkt man eben­falls den High-End Anspruch des Magnetar UDP800 und die­sem wird er gerecht.

Verarbeitung

Hier kön­nen wir wirk­lich nur unse­ren Hut zie­hen, denn der Play­er ist der best ver­ar­bei­te­te Play­er, den wir bis­her zu Gesicht bekom­men haben. Durch und durch Pre­mi­um und soli­de im Anblick. Sobald man die Hand an den Play­er legt, wird dies durch den mas­si­ven Mate­ri­al­ein­satz bestä­tigt. Es macht schlicht­weg Spaß den Play­er anzu­se­hen und kein Plas­tik­bom­ber vor sich zu haben. Alle Anschlüs­se sind eben­falls hoch­wer­tig ver­ar­bei­tet, wobei sicher­lich der ein oder ande­re Modi­fi­ka­tio­nen, z.B. am Kalt­ge­rä­te­an­schluss vor­neh­men wird. Wei­ter­hin wird es sicher­lich dem­nächst den ein oder ande­ren Umbau­er geben, der für wei­te­re Schein­chen auch den letz­ten, nicht ganz High-Endi­gen Kon­den­sa­tor durch das Top­mo­dell austauscht.

Lautstärke

Ein Ding was uns immer auf­fällt ist die Laut­stär­ke unse­res Stan­dard­play­ers. Gera­de wenn man den Film erst ein­ge­legt hat und die ers­ten ruhi­ge­ren Sequen­zen lau­fen, geht einem das Lauf­werks­ge­räusch schon auf den Sen­kel. Wir haben unse­re Tech­nik nach hin­ten in die Ecke ver­la­gert und das stän­di­ge Sur­ren ist nicht unser Ding. Hier hat­ten wir gehofft, dass durch die mas­si­ve­re Ver­ar­bei­tung auch eini­ges an Däm­mung und Lauf­ru­he hin­zu kommt. Lei­der ist dem wahr­ha­fi­tig nicht so. Der Magnetar UDP800 ist im End­ef­fekt genau­so laut, jedoch schnel­ler mit lesen fer­tig und wird schnel­ler “ruhi­ger”. In dem Eifer des Gefechts auf dem Bild­schirm, wenn die Gewehr­sal­ven z.B. bei John Wick los­ge­hen, ist dies natür­lich kein The­ma mehr. Viel mehr sind es die ruhi­ge­ren Momen­te, wel­che einen dar­an erin­nern phy­si­ka­li­sche Medi­en einzusetzen.

Testumfang

Wir haben uns wirk­lich Zeit genom­men und den Play­er jetzt nahe­zu tag­täg­lich im Ein­satz gehabt, um jede noch so klei­ne Klei­nig­keit zu bemer­ken. Wir haben uns nicht nur aktu­el­le Block­bus­ter ange­se­hen, son­dern auch abge­stan­de­ne­res Mate­ri­al, sowie restau­rier­te Fas­sun­gen. Eine Lis­te wür­de sicher­lich hier den Rah­men spren­gen, aber wir haben uns bemüht, wirk­lich alles dem Play­er ent­ge­gen zu wer­fen, was wir tag­täg­lich im Gebrauch haben. Wei­ter­hin haben wir meh­re­re Test­per­so­nen den Play­er aus­pro­bie­ren las­sen und eben­falls inter­es­san­te Dis­kus­sio­nen geführt, wel­che alle hier in den Text ein­ge­flos­sen sind.

Fazit

Für uns ist der Magnetar UDP800 der aktu­el­le Zenit der 4K Ultra-HD Blu-Ray Play­er. Ein wirk­lich durch und durch soli­des Pre­mi­um-Gefühl schwingt immer und über­all bei der Bedie­nung des Play­ers mit. Beson­ders ste­chen sei­ne Geschw­in­di­keit beim Laden, flüs­si­gen Vor- und Rück­läu­fe sowie Ton­spur­wech­sel her­aus. Hier merkt man total, dass es sich hier um einen Play­er jen­seits der 1000€ Gren­ze han­delt. Die Ver­ar­bei­tung ist wirk­lich Tadel­los und jeder der sich die­sen Play­er ins Rack stellt, kann sich sicher sein, ein tol­les Stück Tech­nik sein eigen nen­nen zu dür­fen. Wir wer­den den Play­er jetzt schwe­ren Her­zens, allein wegen sei­ner auto­ma­ti­schen Dol­by Visi­on Erken­nung, wie­der zurück schi­cken und mit unse­rem Stan­dard­play­er vor­lieb neh­men müs­sen. Aber mit dem Wis­sen, dass es dort drau­ßen mehr gibt als nur den Einheitsbrei.

Mit dem Magnetar UDP800 bekommt man an tol­les Gesamt­pa­ket. Klas­se Bild sowie Ton inklu­si­ve. Für uns abso­lu­te Refe­renz in wirk­lich allen Belangen.

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