Nope — Review zur 4K Scheibe des Mystery-Horror

Sto­ry
7.5
Bild
9.5
Ton
9
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0
ver­lust­frei­er Dol­by Atmos Ton in deutsch und englisch
gran­dio­ses Bild
kei­ne Blu-Ray mehr dabei
8.7
Wer­bung: Wer unse­rer Kauf­emp­feh­lung fol­gen mag, darf dies auch ger­ne über einen unse­rer Affi­lia­te-Links tun und uns so unterstützen.

Letz­te Woche ist Nope als DVD, Blu-Ray und 4K Ultra-HD Blu-Ray erschie­nen. Nach­dem wir Nope schon im Kino rezen­siert hat­ten, woll­ten wir unse­ren Ein­druck aus dem Kino natür­lich noch mal im eige­nen Heim­ki­no bestärken.

Story

Zur Sto­ry hat­ten wir in oben ver­link­ten Bei­trag schon eini­ges geschrie­ben und so wol­len wir uns qua­si nur noch auf das Update zur 4K Schei­be beschränken.

Bild

Puh. Beim Bild hat Jor­dan Pee­le aus den Vol­len gelangt und etli­che ver­schie­de­ne Kame­ras im Ein­satz gehabt. Pee­les Visi­on war es eini­ge Sze­nen mehr Aus­druck und Inten­si­tät durch IMAX Shots zu ver­lei­hen. Aber bei der immensen Grö­ße von IMAX Lein­wän­den und den Nacht­auf­nah­men, woll­te Kame­ra­mann Hoy­te Van Hoyte­ma auf kei­ne Details ver­zich­ten. So wur­de in Nope zum ers­ten Mal eine so genann­te day-for-night, bei Tages­licht gedreh­te Auf­nah­men, wel­che im Post-Pro­zess dann zu Nacht­auf­nah­men gewan­delt wer­den, benutzt. Hier­zu bedien­te man sich einer alten 3D Kame­ra Hal­te­rung und mon­tier­tie auf ihr eine Arri Ale­xa 65 Infra­red und eine Pana­vi­si­on Sys­tem 65mm, wel­che mit den sel­ben Objek­ti­ven aus­ge­stat­tet wur­den, um exakt das sel­be Bild auf­zu­neh­men. Wer jetzt auf­ge­passt hat, dem ist zum einen auf­ge­fal­len, dass wir es hier mit immensen 65mm Kame­ras zu tun haben und gleich­zei­tig, dass eine Infra­rot­ka­me­ra zum Ein­satz kam. Die­se Tech­nik wur­de bereits in wesent­lich klei­ne­rem Umfang übri­gens für den Film Ad Astra eben­falls ver­wen­det, bei wel­chem Hoy­te Van Hoyte­ma eben­falls für die Kame­ra ver­ant­wort­lich war und die­se Tech­nik erfand. Da eine Infra­rot-Kame­ra und für bestimm­te Wel­len­län­gen an Licht emp­fäng­lich ist sind die Auf­nah­men mono­chrom. Durch die Zwei­te Kame­ra sind aber alle Farb­infor­ma­tio­nen des Shoots vor­han­den und kön­nen in der Post-Pro­duk­ti­on zu einem per­fek­ten Nacht-Shoot zusam­men­ge­setzt werden.

Wei­ter­hin wur­den diver­se ande­re Kame­ras beim Dreh von Nope ein­ge­setzt wie eine IMAX MKIV, IMAX MSM 9802, Pana­vi­si­on 65 HR, Pana­vi­si­on Panaflex Gold sowie Pana­vi­si­on Panaflex Pla­ti­num. Auf­fäl­lig ist hier eben­falls, dass 35mm Kame­ras zum Ein­satz kamen. Dies wur­de für die Ori­gin-Sto­ry im Film rund um Gor­dy gemacht und hebt das Bild cha­rak­te­ris­tisch noch ein­mal vom Rest an der Stel­le ab.

Das Resul­tat, wel­ches im Aus­gang bei 35 mm (Gordy’s Home) und 65 mm liegt, danach im Digi­ta­li­sie­rungs­pro­zess zu 6.5K ARRIRAW, IMAX, Pana­vi­si­on Super 70 und Super 35 ver­ar­bei­tet wur­de, ist dann im wei­te­ren Pro­zess zu einem nati­ven 4K-DI ver­ar­bei­tet worden.

Das sieht man natür­lich und so kratzt Nope defi­ni­tiv an der 4K Refe­renz­mar­ke was das Bild angeht. Hier gibt es win­zig klei­ne Makel, wel­che ein wenig Kon­tur­ver­lust bei Nach­sze­nen betrifft. Ansons­ten ist die­ser Film Bild­tech­nisch perfekt.

Aber, auch das darf man nicht ver­schwei­gen, unse­re Bea­mer-Fans wer­den den Film mit einem lachen­den und einem wei­nen­den Auge ent­ge­gen schau­en, denn natür­lich gibt es Bild­for­mats­wech­sel zwi­schen IMAX und nor­ma­len Sze­nen. Die­se wur­den größ­ten­teils unauf­fäl­lig rea­li­siert und stei­gern die Dra­ma­tik und Bedro­hung an vie­len Stel­len. Ledig­lich zum Fina­le hin gibt es schnel­le­re Wech­sel, wel­che ein wenig Stres­sig sein könn­ten. Wir haben dies aber nicht so empfunden.

Natür­lich wur­de der Film im Rah­men von Rec.2020 erwei­ter­tem Farb­raum und mit kon­trast­stei­gern­den HDR10 und Dol­by Visi­on aus­ge­stat­tet, wobei es Dol­by Visi­on, war­um auch immer nicht auf die deut­sche 4K Disk geschafft hat. (ja auch wenn ande­re Quel­len sagen, dass Dol­by Visi­on auf der Disk ist, konn­ten wir dies nicht bestätigen)

Ton

Nope ist schon bild­tech­nisch ein beein­dru­cken­des Werk und beim Ton macht der Film eben­falls kei­ne Gefan­ge­nen. Nope kommt in deutsch sowie eng­lisch mit ver­lust­frei­em Dol­by Atmos daher. Bei den bei­den Ton­spu­ren konn­ten wir kei­ner­lei Pegel oder sons­ti­ge Unter­schie­de fest­stel­len, des­halb wür­den wir sagen, sind die­se gleichwertig.

Der Film lie­fert durch­weg eine wahn­sin­nig gute 2D Räum­lich­keit. Immer wie­der gibt es tol­le Sur­round-Effek­te und das “Mittendrin”-Gefühl stellt sich sofort ein. Hier haben die Ton­in­ge­nieu­re tol­le Arbeit geleis­tet. Das gan­ze wird durch ein sat­tes Fun­da­ment an Bass ergänzt. Und hier rum­pelt es ordent­lich, als dass dem ange­setz­ten Staub auf euren Subs Bei­ne gemacht wird. Aber mal ehr­lich, hier bleibt kein Möbel­stück im Raum reg­nungs­los und für Bass­jun­kies haben wir hier ordent­lich Spielspaß.

Beim 3D Sound konn­ten wir sel­ber man­gels Set­up nicht tes­ten, kann­ten aber schon den Atmos Ton aus dem Kino und haben dies uns bestä­ti­gen las­sen, dass es auf der Schei­be eben­falls ein Effekt­feu­er­werk, wie es lan­ge nicht mehr zu hören gab, abfeuert.

Fazit

Also wer mit dem Film sel­ber was anfan­gen kann, bekommt bei Nope mit der 4K Schei­be das bes­te Erleb­nis, wel­ches man sich wün­schen kann gebo­ten. Beein­dru­cken­des Bild und fet­ten Ton in deutsch und eng­lisch sind nicht soo oft zu fin­den und hier in einem tol­len Gesamt­pa­ket. Hier kann man nur eine Kauf­emp­feh­lung aussprechen.

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