Eternals Review — Wir haben den Marvel Blockbuster schon gesehen

Mar­vel flo­riert und das nicht erst seit Tha­nos mit sei­nem Fin­ger geschnipst hat. Wir sind jetzt sage und schrei­be beim 25. Film im MCU ange­langt. Hat­ten auf Dis­ney Plus diver­se Seri­en, wel­che das MCU erzäh­le­risch unter­stüt­zen und mit Aven­gers End­ga­me einen Cut zum Ende der drit­ten Pha­se. Die­ser wur­de schmerz­lich immer län­ger, mit Aus­bruch der Coro­na-Pan­de­mie und gleich­zei­ti­gen Ver­schie­bun­gen von Kinoreleases.

Okay! Wo ste­hen wir? End­ga­me ist durch. Wir wis­sen es gibt ein Mul­ti­ver­sum und die Aven­gers haben ihre Schlacht geschla­gen. Die hal­be Bevöl­ke­rung des Uni­ver­sum ist zurück geb­lipt und die Mensch­heit ver­sucht wie­der “klar” zu kom­men. Wir ken­nen die Geschich­ten rund um Loki, sowie Wan­da Maxi­moff und Visi­on. Wei­ter­hin haben wir alter­na­ti­ve Wel­ten in What if? gese­hen und durf­ten einer mehr oder min­der ori­gin Geschich­te zu Black Widow lauschen.

Eter­nals. Mit Eter­nals wer­den gleich zehn Super­hel­den ein­ge­führt und das macht die­sen Film ein wenig beson­ders im Gegen­satz zu ande­ren MCU Fil­men. Er besteht viel aus Sto­ry. Und das ist mal ange­nehm ein wenig Lore aus dem Mar­vel Uni­ver­sum zu lau­schen und zu erleben.

(L‑R): Kin­go (Kumail Nan­jia­ni), Mak­ka­ri (Lau­ren Rid­loff), Gil­gamesh (Don Lee), Thena (Ange­li­na Jolie), Ika­ris (Richard Mad­den), Ajak (Sal­ma Hayek), Ser­si (Gemma Chan), Spri­te (Lia McHugh), Pha­s­tos (Bri­an Tyree Hen­ry) and Dru­ig (Bar­ry Keo­ghan) in Mar­vel Stu­di­os’ ETERNALS. Pho­to cour­te­sy of Mar­vel Stu­di­os. ©Mar­vel Stu­di­os 2021. All Rights Reserved.

Letzt­lich leben die zehn Eter­nals schon seit 7000 vor Chris­tus unter uns. Hiel­ten sich aber zurück beim Krieg um die Infi­ni­ty Stei­ne. War­um dem so ist wird in der Tat erklärt und macht soweit auch Sinn. Aber begin­nen wir doch zu Anfang.

Die Eter­nals sind eine Spe­zi­es unsterb­li­cher Außer­ir­di­scher vom weit ent­fern­ten Pla­ne­ten Olym­pia, die vor Tau­sen­den von Jah­ren auf die Erde gekom­men sind, um die Mensch­heit vor einer Ras­se inter­stel­la­rer Jäger namens Devi­ants zu beschüt­zen. Gewarnt wur­den die Eter­nals vor die­ser Bedro­hung von den Celesti­als, einem Geschlecht kos­mi­scher Schöp­fer, die bereits in Mar­vels Guar­di­ans of the Gala­xy erwähnt wur­den. Unter ande­rem spiel­te hier Knowhe­re eine Rol­le, der abge­trenn­te Kopf eines Celesti­als und der Abbau sel­terner Din­ge aus sei­nen Tei­len. Wei­ter­hin war Ego der Vater von Peter Quill in Guar­di­ans of the Gala­xy 2 ein Celestial.

Die Eter­nals sind eine gemisch­te Grup­pe aus Kämp­fern, Hei­lern und Den­kern, wel­che alle durch die sel­be kos­mi­sche Ener­gie ver­eint sind, die sich aber bei jedem unter­schied­lich aus­ge­prägt zeigt. Wenn sie alle zusam­men­ar­bei­ten, ergän­zen sich die­se Kräf­te gegen­sei­tig. Abseits ihrer Mis­sio­nen beneh­men sie sich eher wie eine gestör­te Fami­lie, deren Mit­glie­der sich glei­cher­ma­ßen unter­stüt­zen und streiten.

Und das macht durch aus Spaß und sorgt für den ein oder ande­ren Lacher. Gene­rell haben wir es mit den Eter­nals mit einer hei­te­ren Trup­pe zu tun, wel­che sich bis­her ange­nehm ins MCU inte­griert. Aber sehen wir den Film ein wenig kri­ti­scher muss man schon sagen, dass er natür­lich aus sei­nem Super­hel­den Epos nicht her­aus­kommt. Die Cha­rak­te­re wer­den gut gezeich­net, sind aber eben sehr vie­le, was das Sto­ry­tel­ling über­wie­gen lässt. Pre­mie­ren für Dis­ney und Mar­vel sind sicher­lich eine Sex-Sze­ne und ein Kuss zwi­schen zwei Män­nern, was wahr­schein­lich mitt­ler­wei­le zum guten Ton gehö­ren muss, aber bis­her weni­ger the­ma­ti­siert wur­de im MCU.

Natür­lich haben wir es hier mit einem Mar­vel Film zu tun, wel­cher eini­ges an Action und Wen­dun­gen zu bie­ten hat. Ger­ne wür­den wir hier mehr schrei­ben, aber dies wür­de Twists, Wen­dun­gen, etc. pp. ent­hül­len, wel­che den Film so inter­es­sant machen. Ohne viel vor­weg zu neh­men: bis­her ver­birgt sich die Sto­ry­line der vier­ten Pha­se immer noch vor dem Betrach­ter. Eter­nals hat viel Lore zu bie­ten und rei­chert das Uni­ver­sum an, aber wie, wo, wodrum es in der vier­ten Pha­se gehen wird, wis­sen wir auch nach dem Film erst ein­mal nicht.

Für wen ist der Film denn nun? Na das ist halt lei­der nicht so leicht zu beant­wor­ten. Wir haben es hier mit einer net­ten Geschich­te zu tun, wel­che bis­her aber kei­nen direk­ten Ein­fluss auf das MCU hat. Wer jetzt Kit Haring­ton als sei­nen Lieb­ling aus­er­koh­ren hat… ohne zu viel vor­weg zu neh­men… er spielt einen Men­schen. Kei­nen Super­hel­den. Und ist nicht umsonst im Cast als “mit Kit Haring­ton” gekenn­zeich­net. Guckt euch bit­te nicht den Film wegen ihm an.

Schaut den Film weil ihr das MCU mögt, mehr über Celesti­als erfah­ren wollt, über die Her­kunft der Eter­nals, was sie antreibt und was es noch so im Uni­ver­sum gibt.

Der Action­jun­kie könn­te eben­falls schwer ent­täuscht wer­den, da es wie bereits gesagt eini­ges an Action gibt, aber mit­un­ter zwei Stun­den Sto­ry über­wun­den wer­den müssen.

Eter­nals läuft ab dem 03. Novem­ber 2021 deutsch­land­weit in den Kinos.

Eter­nals erzähl die Geschich­te der namens­ge­ben­den Hel­den­trup­pe. Aber zehn Cha­rak­te­re ein­zu­füh­ren bedarf so eini­ges an Sto­ry und so wird mit­un­ter zwei Stun­den erst ein­mal Cha­rak­ter­buil­ding betrie­ben. Das muss man mögen und sich dar­auf einlassen.
Viel MCU/Marvel Lore
Wenig Action
Führt nicht offen­sicht­lich zur Sto­ry­line der vier­ten Pha­se des MCU
Sehr Lang­at­mig
6.8
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