Review: Antlers — wir haben ihn schon gesehen und sagen euch unsere Meinung

Am 28.10.2021 star­tet der lang ersehn­te Hor­ror­strei­fen, wel­cher von kei­nem gerin­ge­ren als Guil­ler­mo del Toro (The shape of water, Pan’s Laby­rinth) pro­du­ziert wur­de. Regis­seur Scott Coo­per (Fein­de — Hos­ti­les, Black Mass) gibt hier­mit sein Hor­ror­film Debüt und wie er sich so gemacht habt erzäh­len wir euch jetzt.

Story

In einer abge­le­ge­nen Stadt in Ore­gon wer­den eine Leh­re­rin (Keri Rus­sel) und ihr Bru­der, der ört­li­che She­riff (Jes­se Ple­mons), in eine Rei­he mys­te­riö­ser Vor­komm­nis­se ver­strickt. Im Zen­trum der Vor­fäl­le scheint der Schü­ler Lucas (Jere­my T. Tho­mas) zu ste­hen, des­sen dunk­le Geheim­nis­se zu unheim­li­chen Begeg­nun­gen mit einem mys­ti­schen Wesen aus einer längst ver­gan­ge­nen Zeit füh­ren. Jetzt kön­nen sie nur noch beten, dass die unheim­li­che Krea­tur nicht auch sie ins Visier genom­men hat – und der Kampf ums Über­le­ben beginnt…

Okay… wir haben den Film als Stream gese­hen, wes­halb wir natür­lich nicht das Sound­er­leb­nis hat­ten, wel­ches wir viel­leicht noch gebraucht hät­ten. Denn es fällt uns schwer die­sen Film ein­zu­ord­nen. Dach­ten wir doch erst, dass wir hier einen wasch­ech­ten Crea­tu­re-Hor­ror vor uns haben, ent­puppt sich der Film als eben dem nicht.

Lucas ist ein rät­sel­haf­ter Schü­ler… dies stellt auch sei­ne Leh­re­rin Julia fest. Stän­dig gemobbt durch Klas­sen­kam­mer­aden und eine schwe­re Bür­de tra­gend, zeich­net sich nach und nach das Bild des Jun­gen. Die Cha­rak­ter­ent­wick­lung im Film ist ein wenig kurz gera­ten, aber den­noch pas­sa­bel. Schnell nimmt die Sto­ry fahrt auf und Julia ent­deckt immer erschre­ckern­de­re Din­ge, im Zusam­men­hang mit ihrem Schü­ler Lucas. Gene­rell ist der Film eher klas­si­scher Thril­ler. Groß­ar­ti­ge Schock­mo­men­te gab es lie­dig­lich einen, was aber nicht hei­ßen soll das der Film nicht sel­ber eine gru­se­li­ge Atmo­sphä­re hat. Jedoch fin­den wir zu kei­ner Sekun­de das die Prot­ago­nis­ten zu gejag­ten der Krea­tur wer­den. Die Krea­tur sel­ber, wirk­lich nett in Sze­ne gesetzt ist und bleibt geheim­nis­voll. Was wir ein wenig Trau­rig fin­den ist, dass nie ver­sucht wird mit der Krea­tur sich mehr zu trau­en. Sie ist nicht wie in A quiet place eine stän­di­ge Bedro­hung. Sie schleicht nicht im Dun­keln umher oder ver­folgt die Prot­ago­nis­ten. Meist ist sie ein­fach da, voll­rich­tet ihr blu­ti­ges Werk und ist dann wie­der weg.

Ver­steht uns nicht falsch, aber wir haben dort mehr “Inter­ak­ti­on” erwar­tet. Viel­leicht liegt es auch dar­an, dass Ant­lers zuvor eine Kurz­ge­schich­te war und gar kei­ne Ter­ror­ele­men­te besitzt. Was aber scha­de ist. Ger­ne hät­te die Krea­tur à la Ali­en umher­strei­fen und die Prot­ago­nis­ten fleisch­gie­rend jagen dür­fen. Hier sehen wir eine rie­sen ver­pass­te Chan­ce wel­che den Film in unse­ren Augen erheb­lich auf­ge­wer­tet hät­te. Die Effek­te sel­ber sind gut und der sicht­ba­re Gore, zumin­dest das was so rum­liegt, schei­nen Hand­ge­macht zu sein und sieht klas­se eke­lig aus. Aber das alles trös­tet nicht über die ver­pass­ten Chan­cen hin­weg mehr aus der Sto­ry zu machen.

Wer natür­lich sagt: Hal­lo­ween, wir müs­sen ins Kino gehen und brau­chen einen Hor­ror­strei­fen, kommt nicht umher sich viel­leicht für Ant­lers zu ent­schei­den. Wer jetzt nicht einen Crea­tu­re-Hor­ror wie Ali­en oder A quiet place erwar­tet, son­dern eher auf unheim­li­che Begeg­nun­gen in Akte X Style steht, ist bei Ant­lers dann goldrichtig.

Sto­ry
6
Atmo­sphä­re
7.5
Gru­sel
5
hand­ge­mach­ter Gore
zu wenig Creature-Horror
6.2
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